Wenn Belastung zum Problem wird – Energiestoffwechsel, PEM, Nervensystem und Immunregulation im Zusammenspiel
Warum fühlen sich Menschen nach einer Infektion teilweise über Wochen oder Monate erschöpft – und warum kann bereits geringe körperliche oder geistige Belastung zu einer deutlichen, manchmal verzögerten Verschlechterung führen? Gerade bei Long Covid und ME/CFS ist Fatigue weit mehr als normale Müdigkeit. In diesem zweitägigen Kurs gehen wir der Frage nach, warum der Körper Belastung nicht mehr wie gewohnt verarbeiten und Energie nicht ausreichend bereitstellen kann. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Post-Exertional Malaise (PEM): Warum kann Belastung zu einem „Crash“ führen und weshalb tritt dieser manchmal erst Stunden später auf? Um diese Zusammenhänge zu verstehen, verbinden wir Mitochondrien und Energiestoffwechsel, autonomes Nervensystem und Dysautonomie, Immunaktivierung, Durchblutung und Sauerstoffversorgung sowie Mastzellen und Histamin. Dabei wird deutlich, dass sich „keine Energie haben“ nicht allein durch die Energieproduktion der Mitochondrien erklären lässt. Auch weitere Einflussfaktoren wie Eisenstatus, B-Vitamine, Magnesium, Schilddrüse, Blutzuckerregulation, Darm, Mikrobiom und Schlaf werden in das Gesamtbild eingeordnet. Im Mittelpunkt steht nicht die Suche nach der einen Ursache, sondern das Zusammenspiel verschiedener Regulationssysteme. Ziel ist es, Long Covid und ME/CFS als komplexe Krankheitsbilder besser zu verstehen und die Verbindungen zwischen PEM, Energiehaushalt, Immunsystem, Nervensystem, Durchblutung und Stoffwechsel sichtbar zu
450 CHF