Zyklusabhängige psychische Beschwerden erkennen, verstehen und gezielt einordnen
Menstruationszyklus und psychisches Wohlbefinden können enger miteinander verbunden sein, als es im Behandlungsalltag auf den ersten Blick erkennbar ist. Während viele Frauen keine oder nur geringe psychische Veränderungen wahrnehmen, können bei anderen ausgeprägte Beschwerden auftreten oder sich bereits bestehende psychische Symptome in bestimmten Zyklusphasen deutlich verstärken. Für die Einordnung ist deshalb nicht allein entscheidend, welche psychischen Symptome auftreten, sondern vor allem, wie sie sich über den Menstruationszyklus hinweg verändern. Das Webinar vermittelt ein differenziertes Verständnis zyklusbezogener psychischer Veränderungen und ihrer unterschiedlichen Erscheinungsformen. Dabei werden aktuelle Erkenntnisse zur individuellen hormonellen Sensitivität aufgegriffen und das prämenstruelle Syndrom (PMS), die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) sowie die prämenstruelle Exazerbation (PME) voneinander abgegrenzt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Symptomverlauf über den Zyklus und seiner Bedeutung für eine fundierte Einordnung. Die Teilnehmenden erhalten eine praxisnahe Orientierung, wie mögliche Zusammenhänge zwischen Menstruationszyklus und psychischen Beschwerden erkannt, erfasst und eingeordnet werden können, wann eine weiterführende Abklärung sinnvoll ist und welche Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten bestehen.
160 CHF