Yogatherapie
Methoden-Kategorie(n) Bewegungs- & Körpertherapien
Methoden-Kategorie(n) Bewegungs- & Körpertherapien
Yoga ist eine ganzheitliche und vielseitige Methode, um körperliche, geistige und seelische Gesundheit zu erlangen und zu erhalten. Das jahrtausendealte System umfasst Körper- und Atemübungen sowie Entspannungs- und Konzentrationstechniken. Die Yogatherapie fördert mit Hilfe von diesem Übungssystem den Genesungsprozess nachhaltig und aus ganzheitlicher Sicht und verbessert die Lebensqualität. Inzwischen gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien, welche die positiven Wirkungen von Yoga belegen. Im Unterschied zum Besuch einer regulären Yogaklasse, welche auch gesundheitsfördernd wirkt, werden bei der Yogatherapie die einzelnen Übungen spezifisch und individuell auf die Beschwerden und Veränderungswünsche des Klienten abgestimmt. Die Yogatherapie wird im Einzelsetting oder in der therapeutischen Kleingruppe mit ähnlichen Beschwerden angeboten.
Durch die Yogapraxis treten wir in Beziehung mit uns selbst und nehmen unsere Genesung aktiv in die Hand. In der Yogatherapie werden wir nicht «behandelt», sondern tun selbst etwas für unseren Genesungsprozess im Dialog mit dem Yogatherapeuten und dessen Beobachtung und Begleitung.
Im Prinzip wirkt die Yogatherapie auf alle Körpersysteme und hilft bei der Regulierung und Harmonisierung der Körperfunktionen nach Verletzungen, Erkrankungen oder chronischen Beschwerden. Yoga wirkt zudem auch nachhaltig auf der seelisch-geistigen Ebene bei Depression/Angst, Stress, Trauma oder ADHS, um nur einige zu nenne. Viele wissenschaftliche Studien belegen heute die positive Wirkung von Yoga bei unterschiedlichsten Beschwerden. Mit der Yogatherapie ist immer ein Schritt nach vorne möglich. Nicht alle Krankheiten oder Verletzungen können (ganz) geheilt werden. Aber die Yogatherapie unterstützt den Klienten auch dabei, seine Beschwerden anzunehmen und in sein Leben zu integrieren und sich in seiner Situation bestmöglich zu fühlen.
Die Yogatherapie kann sowohl unabhängig von einer schulmedizinischen Behandlung als auch begleitend dazu oder anschliessend daran eingesetzt werden. Die Yogatherapie ersetzt keine psychiatrische, psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung – in vielen Fällen macht es Sinn, die Yogatherapie komplementär zur Schulmedizin anzuwenden, sie ergänzen sich auf effektive Weise.
Die Yogatherapie richtet den Blick auf alle Ebenen des Seins, also auf Körper, Geist und Seele. Sie orientiert sich dabei nach dem persönlichen Ziel und dem Veränderungswunsch des Klienten. Denn Gesundheit und Wohlbefinden wird von jedem Menschen individuell wahrgenommen.
Die Yogatherapie kann im Einzelsetting oder in kleinen Therapiegruppen erfolgen (bei Menschen mit ähnlichen Beschwerden). Beim Einzelsetting ermittelt der/die Yogatherpeut:in im Gespräch und über die Beobachtung das körperliche, geistige und seelische Befinden des Klienten, seine Bedürfnisse und mögliche Ursachen für seine Beschwerden. Die Yogatherapie startet meist mit einer ganzheitlichen Anamnese.
Auf dieser Basis stellt der/die Yogatherapeut:in aus der reichen Vielfalt an Körper-, Atem- und Entspannungsübungen ein individuell abgestimmtes Yogaprogramm zusammen. Dabei werden die persönlichen Umstände und die verfügbare Zeit berücksichtigt, die der Klient für seine Yogapraxis einsetzen kann. Dieses Yogaprogramm wird gemeinsam geübt und schriftlich dokumentiert. Danach übt der Klient diese Übungen für sich über eine gewisse Zeit – im Idealfall täglich. Der Erfolg einer Yogatherapie hängt stark vom persönlichen Engagement ab. Nach vorbestimmten Zeitabständen kommt der Klient wieder in die Praxis. Die gemachten Erfahrungen werden reflektiert und die Fortschritte überprüft. Entsprechend wir das Yogaprogramm laufend angepasst. Positive Erfahrungen werden in den Alltag integriert.
Im Zentrum der Yogatherapie steht die Entwicklung einer eigenen Yogapraxis und die Stärkung der individuellen Ressourcen über eine begleitete Zeit. Ziel ist es, die Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung zu steigern, was den Klienten dazu befähigt, seine Beschwerden selbst zu regulieren und seine innere Kraft zu stärken. Die Yogatherapie ist eine Begleitung in die Selbstwirksamkeit.
Grundsätzlich bestehen bei der Yogatherapie keine Risiken oder negativen Nebenwirkungen, da die Übungen auf die individuellen Gegebenheiten des Klienten abgestimmt werden. Ein:e erfahrene und gut ausgebildete:r Yogatherapeut:in begleitet und beobachtet den Genesungsprozess und die eintretenden Veränderungen genau und passt das Übungsprogramm und die Intensität laufend an. In der Yogatherapie wird zudem die Selbstwahrnehmung des/der Klient:in gefördert, so dass dieser selbst spürt und beobachtet, was und wieviel guttut und was nicht.
Brauche ich Yoga-Vorkenntnisse, um eine Yogatherapie zu machen?
Nein, es braucht keine Vorkenntnisse. In der Yogatherapie im Einzelsetting und in der therapeutischen Kleingruppe werden die Übungen vom Yogatherapeuten genau erklärt und gezeigt und zusammen geübt. Der Yogatherapeut achtet dabei darauf, dass du die Übungen richtig ausführst.
Muss ich für Yoga beweglich sein?
Yoga fördert zwar die Beweglichkeit, aber es ist keine Voraussetzung, beweglich zu sein. Die körperliche Beweglichkeit ist im ganzen Spektrum und der vielfältigen Wirkung der Yogapraxis nur ein kleiner Aspekt. Für «unbewegliche» Menschen gibt es immer Möglichkeiten, die Übungen anzupassen. Jeder Mensch wird eine positive Wirkung spüren, wenn er sich bewegt und dehnt. Dabei kommt es nicht darauf an, ob wir mit unseren Händen bei gestreckten Beinen die Füsse erreichen oder im Lotussitz auf dem Boden sitzen können.
Wie lange dauert die Yogatherapie?
Die erste Sitzung mit der ganzheitlichen Anamnese dauert meist etwas länger, ca. 90 Minuten. Je nach Situation dauern die wiederkehrenden Sitzungen zwischen 30 bis 60 Minuten. Die Dauer des Yogaprogramms, welches du als Klient:in täglich zuhause übst, wird auf deine individuellen Gegebenheiten angepasst – schon 10 min. täglich können sehr effektiv sein. Der ganze Prozess der Yogatherapie kann mehrere Wochen oder Monate dauern. Es wird immer das Ziel verfolgt, dir Übungen und Wege aufzuzeigen, die dich befähigen, situativ zu handeln und seine Beschwerden zu lindern. Schliesslich sollst du mit dem, was du in der Yogatherapie gelernt und geübt hast, aktiv deine Gesundheit selbst regulieren können.
Wie lange dauert es, bis Ergebnisse der Yogatherapie spürbar werden?
Einen Effekt spürst du bereits nach der ersten Yogasequenz – aber es braucht drei bis fünf Wochen, bis eine Veränderung eintritt. Dies hängt auch stark von deinem eigenen Engagement ab.
Sind die Kosten für die Yogatherapie von der Krankenkasse erstattungsfähig?
Über die Zusatzversicherung sind die Kosten für die Yogatherapie teilweise erstattungsfähig unter der Voraussetzung, dass der Yogatherapeut die dafür notwendigen Qualifikationen erfüllt und ein entsprechendes Qualitätslabel hat und bei der Krankenkasse die Methode Yogatherapie im Leistungskatalog integriert ist. Wenn dir das wichtig ist, kläre es am besten vor der Buchung eines Termins mit deiner Krankenkasse ab.
Mit einem bewährten System an vielseitigen Körper- und Atemübungen sowie Entspannungs- und Konzentrationstechniken unterstützt die Yogatherapie Menschen nachhaltig und ganzheitlich in ihrem Genesungsprozess. Die Yogatherapie trägt zur Gesundheitsförderung bei und verbessert das körperliche und mentale Wohlbefinden. Die Yogatherapie stärkt die Selbstwirksamkeit, um Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können.
Um dir eine möglichst hochwertige Methoden-Beschreibung präsentieren zu können, arbeiten wir immer mit Fachstellen zusammen. Die Methodenbeschreibung wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt von: