| Sich Zeit nehmen |
| Fragen Sie sich nach der persönlichen Botschaft Ihrer
Beschwerden. Meistens besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Ursache und
Wirkung, wovon schon der Volksmund spricht. So schlagen sich Sorgen auf den
Magen, Wut macht blind, und seelisch sensible Menschen legen sich ein dickes
Fell zu. Seien Sie sich dessen bewusst, dass man die eigenen Schwächen
meist nicht sehen will, was eine Eigenheit des Menschen ist und schon zu
biblischen Zeiten bekannt war. "Den Splitter im Auge des Bruders sieht man, den
Balken im eigenen Auge jedoch nicht." Nehmen Sie sich Zeit für sich und Ihre Gesundheit, und versuchen Sie, Ihren Standpunkt aus Distanz zu betrachten. Ziehen Sie öfters Bilanz. Was ist gut, was möchten Sie verändern? Das Lesen von entsprechender Literatur ist eine wertvolle Möglichkeit der Auseinandersetzung. "Heilen heisst, die Information aus der Krankheit zu befreien. Dies setzt voraus, dass man nach der Sinnhaftigkeit fragt." Zitat aus dem empfehlenswerten Buch: "Schicksal als Chance" von Thorwald Detlefsen. |
| Hilfe und Begleitung annehmen |
| Suchen Sie in unseren Gesundheitsadressen nach einem Therapeuten in
Ihrer Umgebung. Verfallen Sie nicht dem Irrtum, je weiter weg, desto besser.
Rufen Sie an, schildern Sie kurz Ihr Problem und fragen Sie nach einem
unverbindlichen Erstgespräch. Bei psychischen Leiden (Angst, Depression), Labilität oder bei allgemein leichter Beeinflussbarkeit empfiehlt es sich, nicht alleine zu Entscheiden, sondern eine Vertrauensperson (Kollegin, Angehörige) mitzunehmen. Bei der Wahl einer Ausbildung oder eines Seminares, insbesondere bei esoterischer oder psychologischer Ausrichtung (NLP, Engel, Lichtwesen, Hypnose, Familienstellen usw.) empfiehlt sich die Begleitung einer Fachperson, welche Sie über das Seminar hinaus unterstützen kann. |
| Tuchfühlung |
| Ein Erstgespräch dient der gegenseitigen Tuchfühlung
(sagt Ihnen die Person und die Umgebung zu?) und beinhaltet keine Behandlung
sondern dient lediglich der Abwägung, ob der oder die Praktizierende Ihnen
eine geeignete, Ihnen zusagende Therapieform bieten kann und wie deren
Finanzierung aussehen würde (Krankenkassenleistungen?). Erkundigen Sie
sich vor dem Erstgespräch nach ev. Kosten (ein Erstgespräch ist in
der Regel gratis, und in jedem Fall unverbindlich). Lassen Sie sich in diesem
Informationsgespräch zu nichts drängen und seien Sie skeptisch bei
Übereifer, Heilversprechen und negativen Äusserungen gegen die
Schulmedizin. Nehmen Sie sich vor, während dem Erstgespräch keine
Zusagen abzugeben sondern lassen Sie sich Zeit und überschlafen Sie Ihren
Entschluss. |
| Therapie als Mittel zum Zweck |
| Seien Sie sich bewusst, dass Heilung letztlich bei Ihnen passieren
muss. Eine Therapie ist stets als Weg, als Mittel zum Zweck anzusehen. Dies
gilt ebenfalls für die Therapeuten, welche Sie lediglich ein Stück
weit begleiten. Achten Sie darauf, dass eine Atmosphäre der Information,
Gelassenheit und Freiwilligkeit vorherrscht, die nicht gegen Ihre Gefühle
verstösst und Ihnen jederzeit einen Rückzug offen lässt. Setzen
Sie sich keineswegs leichtsinnig und unwissentlich esoterischen und magischen
Praktiken aus und hüten Sie sich vor Dominanz und Abhängigkeit.
Brechen Sie eine Beziehung sofort ab, die auf dieser Basis verläuft. |
| Bei Unsicherheiten Verband anfragen |
| Erkundigen Sie sich bei Interesse ruhig nach der Ausbildung und
achten Sie auf eine ev. Verbandszugehörigkeit des Praktizierenden. Eine
solche ist zwar keine absolute Qualitäts-Garantie, setzt aber voraus, dass
der Therapeut bestehende Verbandsrichtlinien halten muss betreffs Ausbildung,
Ethik und Honorar-Richtlinien. Bei Unsicherheiten erkundigen Sie sich beim
entsprechenden Verband (siehe Kapitel "Verbände und Vereine") nach den Richtlinien
und melden Sie dort eventuelle Verstösse. |
| Das liebe Geld |
| Vorauszahlungen sind nicht üblich. Seien Sie skeptisch bei
überhöhten Forderungen und wundersamen Heilversprechungen aus
Inseraten. Dies gilt im Besonderen bei Inseraten, wo keine prüfbare
Gegenleistung erbracht wird (Geistheilen). Erscheint Ihnen das Ansehen und der
finanzielle Aspekt des Therapeuten wichtiger als Ihr Heil, so sind Zweifel
ebenfalls berechtigt. Zeigen Sie sich aber bereit, erbrachte Aufwendungen und
Anteilnahme finanziell abzugelten, da schliesslich jeder seinen Lebensunterhalt
bestreiten muss. Als Beispiel erwähnen wir die Honorar-Richtlinien des
SVNH (Schweizerischer Verband für Natürliches Heilen):
Durchschnittliches Honorar pro Std. Fr. 80.--, max. Fr. 130.-- für eine
Konsultation von ca. 30 - 60 Minuten. |
| Keine Angst, -schwarze Schafe sind leicht erkennbar |
| Schwarze Schafe gibt es überall, doch wenn man die Augen
offenhält, so sind sie leicht erkennbar. Als einfache Regel gilt:
Bereiche, wo sichtbare Leistungen wie Zeitaufwand, persönliche Anteilnahme
und therapeutische Verrichtungen erbracht werden, sollen entsprechend
abgegolten werden. Diese sind für Scharlatane meist uninteressant.
Interessant sind Bereiche wie Wahrsagen, Geistheilen, Gruppenheilen,
Fernbehandlungen usw., sowie alle Bereiche ohne persönlichen Kontakt und
Anteilnahme. Finanziert wird zudem immer die erbrachte Leistung und nicht eine
allfällige Gesundung. |