Wie finde ich die richtige Therapeutin, den passenden Therapeuten?

Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Problemen immer Ihren Arzt. Die Leistungsangebote der hier aufgeführten Therapeuten sind als Begleitung und Unterstützung zu verstehen, sie ersetzen nicht den Arztbesuch.

Sie haben gesundheitliche Beschwerden und möchten den Ursachen auf den Grund gehen. Sie sind sich bewusst, oder haben die Erfahrung gemacht, dass eine Heilung nicht darin besteht, ein körperliches Symptom zu beruhigen oder zum Verschwinden zu bringen. Sie sind bereit, die Signale Ihres Körpers als Botschaften anzunehmen und sich damit auseinanderzusetzen.

Damit haben Sie den ersten und entscheidenden Schritt in Richtung Gesundheit bereits getan. Sie verlassen das Schema des passiven Patienten, der sich behandeln lässt und öffnen sich der Sprache Ihres Körpers. (Dies gilt nicht für akute und lebensbedrohliche Erkrankungen und Unfälle, wo eine schulmedizinische Behandlung unerlässlich ist)

Entsprechend diesem Wunsch suchen Sie Ihr Heil in einer ganzheitlichen (Be-)Handlung und es stellt sich die Frage nach dem wie und womit.

Folgende praktische Hinweise sollen Ihnen den Weg erleichtern.



Sich Zeit nehmen
Fragen Sie sich nach der persönlichen Botschaft Ihrer Beschwerden. Meistens besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung, wovon schon der Volksmund spricht. So schlagen sich Sorgen auf den Magen, Wut macht blind, und seelisch sensible Menschen legen sich ein dickes Fell zu. Seien Sie sich dessen bewusst, dass man die eigenen Schwächen meist nicht sehen will, was eine Eigenheit des Menschen ist und schon zu biblischen Zeiten bekannt war. "Den Splitter im Auge des Bruders sieht man, den Balken im eigenen Auge jedoch nicht."
Nehmen Sie sich Zeit für sich und Ihre Gesundheit, und versuchen Sie, Ihren Standpunkt aus Distanz zu betrachten. Ziehen Sie öfters Bilanz. Was ist gut, was möchten Sie verändern? Das Lesen von entsprechender Literatur ist eine wertvolle Möglichkeit der Auseinandersetzung.
"Heilen heisst, die Information aus der Krankheit zu befreien. Dies setzt voraus, dass man nach der Sinnhaftigkeit fragt." Zitat aus dem empfehlenswerten Buch: "Schicksal als Chance" von Thorwald Detlefsen.
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Hilfe und Begleitung annehmen
Suchen Sie in unseren Gesundheitsadressen nach einem Therapeuten in Ihrer Umgebung. Verfallen Sie nicht dem Irrtum, je weiter weg, desto besser. Rufen Sie an, schildern Sie kurz Ihr Problem und fragen Sie nach einem unverbindlichen Erstgespräch.

Bei psychischen Leiden (Angst, Depression), Labilität oder bei allgemein leichter Beeinflussbarkeit empfiehlt es sich, nicht alleine zu Entscheiden, sondern eine Vertrauensperson (Kollegin, Angehörige) mitzunehmen. Bei der Wahl einer Ausbildung oder eines Seminares, insbesondere bei esoterischer oder psychologischer Ausrichtung (NLP, Engel, Lichtwesen, Hypnose, Familienstellen usw.) empfiehlt sich die Begleitung einer Fachperson, welche Sie über das Seminar hinaus unterstützen kann.

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Tuchfühlung
Ein Erstgespräch dient der gegenseitigen Tuchfühlung (sagt Ihnen die Person und die Umgebung zu?) und beinhaltet keine Behandlung sondern dient lediglich der Abwägung, ob der oder die Praktizierende Ihnen eine geeignete, Ihnen zusagende Therapieform bieten kann und wie deren Finanzierung aussehen würde (Krankenkassenleistungen?). Erkundigen Sie sich vor dem Erstgespräch nach ev. Kosten (ein Erstgespräch ist in der Regel gratis, und in jedem Fall unverbindlich). Lassen Sie sich in diesem Informationsgespräch zu nichts drängen und seien Sie skeptisch bei Übereifer, Heilversprechen und negativen Äusserungen gegen die Schulmedizin. Nehmen Sie sich vor, während dem Erstgespräch keine Zusagen abzugeben sondern lassen Sie sich Zeit und überschlafen Sie Ihren Entschluss.
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Therapie als Mittel zum Zweck
Seien Sie sich bewusst, dass Heilung letztlich bei Ihnen passieren muss. Eine Therapie ist stets als Weg, als Mittel zum Zweck anzusehen. Dies gilt ebenfalls für die Therapeuten, welche Sie lediglich ein Stück weit begleiten. Achten Sie darauf, dass eine Atmosphäre der Information, Gelassenheit und Freiwilligkeit vorherrscht, die nicht gegen Ihre Gefühle verstösst und Ihnen jederzeit einen Rückzug offen lässt. Setzen Sie sich keineswegs leichtsinnig und unwissentlich esoterischen und magischen Praktiken aus und hüten Sie sich vor Dominanz und Abhängigkeit. Brechen Sie eine Beziehung sofort ab, die auf dieser Basis verläuft.
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Bei Unsicherheiten Verband anfragen
Erkundigen Sie sich bei Interesse ruhig nach der Ausbildung und achten Sie auf eine ev. Verbandszugehörigkeit des Praktizierenden. Eine solche ist zwar keine absolute Qualitäts-Garantie, setzt aber voraus, dass der Therapeut bestehende Verbandsrichtlinien halten muss betreffs Ausbildung, Ethik und Honorar-Richtlinien. Bei Unsicherheiten erkundigen Sie sich beim entsprechenden Verband (siehe Kapitel "Verbände und Vereine") nach den Richtlinien und melden Sie dort eventuelle Verstösse.
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Das liebe Geld
Vorauszahlungen sind nicht üblich. Seien Sie skeptisch bei überhöhten Forderungen und wundersamen Heilversprechungen aus Inseraten. Dies gilt im Besonderen bei Inseraten, wo keine prüfbare Gegenleistung erbracht wird (Geistheilen). Erscheint Ihnen das Ansehen und der finanzielle Aspekt des Therapeuten wichtiger als Ihr Heil, so sind Zweifel ebenfalls berechtigt. Zeigen Sie sich aber bereit, erbrachte Aufwendungen und Anteilnahme finanziell abzugelten, da schliesslich jeder seinen Lebensunterhalt bestreiten muss. Als Beispiel erwähnen wir die Honorar-Richtlinien des SVNH (Schweizerischer Verband für Natürliches Heilen): Durchschnittliches Honorar pro Std. Fr. 80.--, max. Fr. 130.-- für eine Konsultation von ca. 30 - 60 Minuten.
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Keine Angst, -schwarze Schafe sind leicht erkennbar
Schwarze Schafe gibt es überall, doch wenn man die Augen offenhält, so sind sie leicht erkennbar. Als einfache Regel gilt: Bereiche, wo sichtbare Leistungen wie Zeitaufwand, persönliche Anteilnahme und therapeutische Verrichtungen erbracht werden, sollen entsprechend abgegolten werden. Diese sind für Scharlatane meist uninteressant. Interessant sind Bereiche wie Wahrsagen, Geistheilen, Gruppenheilen, Fernbehandlungen usw., sowie alle Bereiche ohne persönlichen Kontakt und Anteilnahme. Finanziert wird zudem immer die erbrachte Leistung und nicht eine allfällige Gesundung.

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