Gesundheitspraxis für Tiere

Sybille Aeschbach
Dipl. Tierhomöopathin/Tierpsychologin ATN Bettwilerstrasse 2
5615 Fahrwangen
Mobil 079 412 95 79
Tel. 056 667 38 70
e-mail: syaeschbach@bluewin.ch

oder www.aeschbach.ch
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EIN TAG IM LEBEN SYBILLE AESCHBACH

Publiziert im MAGAZIN Nr. 7 vom 19.02.2005 von Tagesanzeiger, Berner Zeitung, Basler Zeitung

SYBILLE AESCHBACH, 44, Tierheilpraktikerin, kennt sich nicht nur in Homöopathie aus. Wenns sein muss, betätigt sie sich auch als Pferdeflüstererin.


Coco hiess mein türkisfarbener Wellensittich. Ich war acht, und wir spielten zusammen auf der Wiese, ohne dass er je davongeflogen wäre. Auf dem Heimweg von der Schule verpfiff er mich regelmässig, er wusste, ich würde bald da sein. Heute ist mir klar, wie das möglich war. Da steckt kein Hokuspokus dahinter. Man nennt es Tierkommunikation oder Reiki. Reiki ist auch eine Energiebehandlung, die mit den Händen praktiziert wird. Ich wende sie vor allem bei Problemen am Bewegungsapparat von Pferden, Kühen und Hunden an, um Blockaden aufzuspüren und aufzulösen. Natürlich ist diese Arbeitsmethode nur ein Teil meiner Behandlungsstrategie.

Früh aufstehen liegt mir nicht. Um acht heize ich den Küchenofen ein und füttere meine Schäferhündin Zora und die beiden Tigerkatzen. Ich nehme einen Kräutertee. In der Praxis klingelt schon das Telefon, doch zuerst wird Zora ausgeführt. Dann starte ich mein Computerprogramm mit Tausenden von Symptomen für die homöopathische Behandlung. Bis die Anamnese steht, das heisst alle Angaben zum Krankenbild gebündelt und gewertet sind, braucht es viel Zeit und Konzentration. Wenn keine Patienten kommen oder ich nicht gerufen werde, arbeite ich bis mittags durch. Heute muss ich vorher zu einem Biogrossbauern. Ein neugeborenes Kalb wird vorbeugend homöopathisch behandelt, weil Jungtiere im Winter besonders krankheitsanfällig sind. Mit dieser Methode haben wir noch kein einziges Kalb verloren. Das Fleisch lässt sich problemlos verkaufen. Eine Kuh hat ein Euterproblem, eine andere eine Entzündung an den Klauen. Dagegen gibts in einem Apfel versteckt ein paar Globuli, das sind Milchzuckerkügelchen mit potenzierten Medikamenten. Die Kuh kaut genüsslich und hat keinen Stress, die Wirkstoffe können in die Mundschleimhaut eindringen. Pferden und Hunden schiebe ich die Kügelchen unter die Lefzen, den Katzen mische ich sie in Honig, Milch oder Le Parfait.

Häufig werde ich bei verhaltensauffälligen Tieren zugezogen. Ein Pferd wird auf die Weide geführt und kehrt wieder um, überquert eine gefährliche Strasse und trabt in seinen Stall zurück. Weshalb? Als Tierkommunikatorin will ich nur wenige Fakten kennen, Verhaltensauffälligkeit, Name und Wohnort. Über Mittag oder spät am Abend nehme ich mit dem betroffenen Tier geistig Kontakt auf. In diesem Fall befürchtet das Pferd, der Stall könnte brennen, während es auf der Weide ist. Ich meldete das dem Besitzer. Wie seine Nachforschungen ergeben, wurde das Tier aus einem brennenden Stall gerettet. Dem Pferd sage ich, dass es im neuen Stall sicher ist. Es bleibt fortan auf der Weide. Diese Fähigkeiten sind mir im Umgang mit Menschen eher ein Hindernis. Ich rede drein, bin ungeduldig, weil ich weiss, wie ein Satz lautet, bevor er zu Ende ist.

Am Nachmittag steht ein Termin bei einer Hundehalterin bevor, die von ihrem Tier gebissen wurde. Mit ihrem Hund demonstriere ich, wie sie sich verhalten soll, damit es nicht mehr passiert. Sie bekommt für die nächsten drei Wochen klare Anweisungen. An die muss sie sich halten, damit sich der gewünschte Erfolg auch einstellt. Der Mensch vermenschlicht oft sein Haustier. Ein Hund braucht als Rudeltier eine klare Rangordnung. Entzieht sich der Mensch seiner Führungsrolle, übernimmt sie das Tier, indem es sein Rudel beschützt, der Hund erzieht die Hundehalterin. Auch falsche Bestätigungen sind häufige Fehler in der Hundeerziehung. Lob und Tadel müssen klar erkennbar sein. Tiere können Gefühle lesen, sie merken, wenn sich der Besitzer ängstigt oder nervt. Als Lehrerin für Tierpsychologie bilde ich auch Hunde- und Pferdetrainer aus.

Am Abend koche ich Gemüse und Teigwaren. Fleisch esse ich aus tierschützerischen Gründen wenig und wenn, dann Biofleisch. Manchmal gehe ich mit Freundinnen essen oder in die Sauna. Später spiele ich noch Versteckfis mit Zora, lasse sie kleine Spielsachen suchen. Dann lese ich Fachliteratur oder auch ein schönes Buch, die griechischen Philosophen. Dazu zünde ich viele Kerzen an. Vor dem Einschlafen lasse ich den Tag nochmals an mir vorüberziehen und bitte um Schutz für meine Tiere, meine Arbeit, mein Haus. Einen Gottesbeweis brauche ich nicht mehr, den habe ich tausendfach erfahren.

Irene Mahrer-Stich (imahrer@dasmagazin.ch) Bild Susanne Voellm (susanix@gmx.net)




Mit Globuli körperliche und seelische Leiden bewältigen

Kleine Reportage über das riesige Gebiet der (Tier-) Homöopathie

Publiziert in "Die Botschaft - Nr. 97"


SCHWADERLOCH (mg) - Wie sie wirkt, kann man sich ob der enormen Verdünnung und der scheinbar paradoxen Grundlage nur schwerlich vorstellen. Und doch machen viele Menschen sehr gute Erfahrungen mit Homöopathie. Auch Tieren wird mit dieser sanften Behandlungsform geholfen.

Seit ihrer Kindheit ist Sybille Aeschbach von Tieren fasziniert und auch umgeben. Zu ihren vertrautesten Vierbeinern zählen gegenwärtig zwei Hasen, ein Pferd, ein Büsi und Schäferhündin Zora. Zora hat dünne Knochen und sollte daher im Alter von jungen drei Jahren eingeschläfert werden. Jetzt ist sie achteinhalb. Wegzaubern liessen sich die Spuren, die Zoras Arthrose bereits hinterlassen hatte, mit homöopathischen Mitteln zwar nicht. Der Allgemeinzustand der zutraulichen Hündin hat sich aber seit Behandlungsbeginn massiv verbessert. 


Homöopathie, was ist das?
Das Wort Homöopathie ist zusammengesetzt aus dem griechischen «homoios», was zu deutsch so viel heisst wie «ähnlich», und «pathos» für «Schmerz, Leiden, Krankheit». Homöopathie steht demnach für ein alternatives Heilverfahren, das nach dem Ähnlichkeitsprinzip behandelt und Ähnliches mit Ähnlichem heilt. Ein schönes Beispiel für dieses Phänomen lässt sich im Winter beobachten: Hat man kalte Hände, braucht man sie bloss mit Schnee einzureiben, schon werden die klammen Finger wieder angenehm warm. Dadurch, dass sie zunächst noch mehr gekühlt wurden, hat der Körper reagiert und Wärme produziert. Statt Krankheitssymptome medikamentös zu unterdrücken, verschreibt also der Homöopath ein sehr schwach dosiertes Mittel, das - in hohen Dosen - beim Gesunden ein ähnliches Krankheitsbild hervorrufen würde. Der auslösende Stoff ist dabei allerdings sehr stark verdünnt. Teils so stark, dass er kaum noch nachgewiesen werden kann.

Über eigene Erfahrung zur neuen Berufung
Zu ihrem heutigen Beruf der diplomierten Tierhomöopathin und -psychologin fand die kaufmännische Angestellte durch eine persönliche Erfahrung: Aufgrund eigener Krankheit kam sie vor rund 17 Jahren mit der Homöopathie in Berührung. «Ich war von der phänomenalen Wirkung dieser sanften Behandlungsmethode so überrascht,. dass ich mich intensiver mit ihr zu befassen begann», sagt Sybille Aeschbach. Bald behandelte sie auch ihre Tiere auf diese Weise - nicht zuletzt, weil sich ihr eigenes Pferd nicht von Tierärzten anfassen lässt. 1993 wurde Aeschbach auf das dreijährige Studium der Tierpsychologie und Tierhomöopathie aufmerksam. Heute ist sie Mitglied des Berufsverbandes für Tierheilpraktiker Schweiz und führt seit dem 1. Januar 1998 eine Gesundheitspraxis mit Alternativmedizin für Tiere.

Manchmal genügt schon eine Verhaltensänderung.
Zu Sybille Aeschbachs Klienten gehören nebst Hunden, Katzen und Pferden auch Meerschweinchen, Kaninchen und landwirtschaftliche Nutztiere. Die Leiden sind vielfältig: Während ehemaligen Tierheimbewohnern sehr oft Trennungsangst und Alter, nicht verarbeiteter Kummer die Lebensfreude nimmt, fallen frisch geborene Kälbchen ohne medizinische Massnahmen häufig Durchfall-Bakterien zum Opfer. «Mit homöopathischen Mitteln kann man viel machen, bei körperlichen wie seelischen Problemen», erklärt Aeschbach. Manchmal, etwa bei Rangordnungsproblemen in der Mensch - Hund - Hierarchie, reichen zur Besserung schon ein paar Verhaltenstipps der versierten Tierpsychologin, die sich dank ihrer Ausbildung sowie ihrer langjährigen Erfahrung bestens mit Ausbildung und Erziehung auskennt. «Zuerst muss sich der Mensch ändern, nicht das Tier!», ist sie nämlich überzeugt.        
Bei Angstzuständen und körperlichen Härtefällen ermittelt sie für das zu behandelnde Tier das individuell richtige aus den gegen viertausend homöopathischen Mitteln. Und die Erfolge über die letzten Jahre scheinen ihr Recht zu geben: Sie konnte ihren Traum wahr machen und betätigt sich heute vollamtlich als Tierhomöopathin.

Nelson von A wie Angst bis Z wie Zuchtrüde
Am Montagnachmittag, dem 18. August, war der sechsjährige Labrador Nelson bei Sybille Aeschbach zu Gast. Silvia und Peter Diener hatten von einem Freund, dessen Polizeihund hier mit Erfolg Behandlung fand, ihre Adresse erhalten. Nach Schwaderloch an die Dorfstrasse 56 geführt hatten das Winterthurer Ehepaar Nelsons Ausdünstungen. Doch diese waren nun nur neben bei ein Thema. In den nächsten neunzig Minuten ging es in erster Linie um Nelsons Verhalten in allen nur denkbaren Lebenssituationen, «denn die meisten körperlichen Probleme sind durch die Psyche entstanden», so Aeschbach. Wann ist er am lebendigsten? - Wie reagiert er auf Attacken anderer Hunde? - Wo schläft er? - sind nur einige der unzähligen Fragen, die Herrchen und Frauchen für ihren Vierbeiner zu beantworten hatten. Dieser döste indes gemütlich unter dem Arbeitstisch, an dem die Tierhomöopathin eifrig mitschrieb. All die erfassten Daten habe sie nun auszuwerten, erklärte Sybille Aeschbach nach der letzten Frage das weitere Verfahren. Erst danach könne sie das für Nelson ideale Mittel nennen.-' Ein ' fröhlicher Gedankenaustausch unter echten «Hundefreaks» rundete die Sitzung ab und Nelson, wieder wach, trumpfte mit einigen Kunststücken auf.




Tierliebe geht immmer mehr ins Geld

HAUSTIERE UND MEDIZIN

Publiziert in "NATUR"

Haustiere tun dem Menschen gut. Und der ist dafür im Gegenzug immer mehr bereit, einiges für Waldi und Schnurrli zu tun. Etwa bei Tumorverdacht eine teure Untersuchung zu bezahlen.


Auch Hightech-Medizin
Sogar Untersuchungsmethoden, die bislang meist nur menschlichen Patienten vorbehalten waren, nützen nun in steigendem Mass auch Vierbeinern. Seit Mai 2003 steht im Tierspital der Universität Bern als erster veterinärmedizinischen Einrichtung in der Schweiz ein Magnetresonanztomograph (MRT). Wenn Waldi oder Schnurrli bei Tumorverdacht, Lähmungserscheinungen oder einer Neigung zu epileptischen Anfällen in den MET müssen, wird es allerdings kostspielig. Kosten: Zwischen 680 und 960 Franken, abhängig vom Gewicht eines Tieres. «Tiere können nur in Narkose untersucht werden, daher die Preisunterschiede», erklärt Dr. Johann Lang, Chef der Radiologie der tierärztlichen Uniklinik Bern. Seit Mai hat er bereits 240 Untersuchungen durchgeführt, Tendenz steigend. «Viele Leute sind heute sehr gut über die Möglichkeiten der Medizin informiert und wünschen unabhängig von den Kosten die best mögliche Qualität nicht nur für sich, sondern auch für ihre Tiere. » Wunderwesen Haustier? Zahlreiche Studien machten in den letzten Jahren bekannt, dass domestizierte Vierbeiner nicht nur Futter und Pflege verlangen, sondern dem Menschen im Gegenzug auch sehr viel zurück geben. Eine Studie im Auftrag der deutschen Schmerzliga ergab, dass Schmerzpatienten mit Haustieren besser mit ihrem Leiden fertig werden. Wenn man ein Tier streichelt, produziert das Gehirn Endorphine, die die Schmerzen lindern. Forscher der Universität Bonn fanden heraus, dass Katzen bei der Bewältigung von Lebenskrisen wie Arbeitslosigkeit, Trennung oder Krankheit helfen können. Und eine Untersuchung der Hopkins-Universität in Baltimore kam gar zu folgendem Schluss: Tierbesitzer führen glücklichere Beziehungen.
Paare mit miauendem oder bellendem Anhang führen eine glücklichere Ehe.Ihre Ehen sind haltbarer als die ohne bellenden oder miauenden Anhang. Wenn man also die positiven Auswirkungen betrachtet, die so ein Felltier auf den Menschen hat, dann sind einmalige 680 Franken für eine notwendige Untersuchung wirklich nicht zu viel. Nicht nur für schulmedizinische Behandlungen sind heute Tierbesitzer eher bereit Geld auszugeben, sondern auch für ergänzende oder alternative Methoden. Dem 1998 gegründeten Schweizerischen Verband für Tierphysiotherapie beispielsweise gehören mittlerweile bereits 71 Mitglieder an.

Physiotherapie für Hunde
Der Physiotherapeut und renommierte Agilitytrainer Marco Mouwen behandelt Hunde, die meist mit Bandscheibenvorfällen, Ellbogen- oder Hüftdysplasien oder nach schweren Unfällen zu ihm gebracht werden. Pro Woche, er arbeitet auch zusätzlich noch im Tierspital Zürich, kann er 10 bis 15 Patienten helfen. Der gebürtige Niederländer sieht die Mehrzahl der Hundehalter bereit, für eine Physiotherapie 25 Franken pro Viertelstunde zu zahlen. Seit 1997 hat er 22 Tierphysiotherapeuten ausgebildet. Die Nachfrage in diesem Bereich ist also gross.
Tierbesitzer, die selbst viel von alternativer Medizin halten, bringen ihre Patienten zu Sybille Aeschbach nach Schwaderloch im Kanton Aargau. Die Tierheilpraktikerin behandelt seit 1998 Hunde, Katzen, Pferde und manchmal sogar Kühe oder Schafe. «Die Bereitschaft, Tiere homöopatisch behandeln zu lassen, nimmt mehr und mehr zu», stellt sie fest. Sie behandelt mit grossem Erfolg Katzen, die meist an Ekzemen oder Zahnfleischentzündungen leiden sowie Hunde, bei denen der Bewegungsapparat oder die Haut Probleme verursachen.
Der indische Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi meinte einmal: «Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.»


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